Erfolge Hamburger Rudererinnen und Ruderer

Leistungssportbericht 2018

Die Ruderwettkampfsaison 2018 liegt nun hinter uns, und wir beenden die Saison einerseits mit außerordentlich erfreulichen Ergebnissen, andererseits aber auch mit einigen Entwicklungen, die uns nachdenklich und wachsam stimmen lassen.

Auf nationalen Meisterschaften konnten die Hamburger Ruderer/innen 13-mal den deutschen Meistertitel erringen, 19-mal Vizeweltmeister werden und 14 Bronzemedaillen errudern. Aufbauend darauf konnten sich mehr Hamburger Ruderer/innen für alle Bereiche der Nationalmannschaften nominieren als in den Vorjahren, so dass Hamburg auf internationaler Ruderebene mit insgesamt 33 Teilnehmern vertreten war, die sich wie folgt aufteilen:

5 Teilnehmer bei der A-WM in Plovdiv
4 Teilnehmer bei der A-EM in Strathclyde
9 Teilnehmer bei der U23 WM in Poznan
8 Teilnehmer bei der U23 EM in Brest
2 Teilnehmer bei der U19 WM in Racice
5 Teilnehmer beim Baltic Cup

Herausragend bei all diesen internationalen Wettkämpfen war sicherlich die WM-Goldmedaille von Torben Johannesen sowie die Siege in allen Wettkämpfen des Deutschland Achters. Torben wurden zwischenzeitlich zum Sportler des Jahres der Stadt Hamburg gewählt und sehr eindrucksvoll geehrt.

Darüber hinaus konnten bei der U23 und U19 WM sowie der U23 EM und beim Baltic Cup Hamburger Ruderinnen und Ruderer verschiedene Medaillen errudern.

Dass Tim Ole Naske als U23 Ruderer im Einer beim zweiten Weltcup der A-Männer die Silbermedaille gewinnen konnte - in einem famosen Rennen hinter dem letztjährigen Weltmeister - aber dennoch in Luzern diese Form nicht bestätigen und sich damit nicht für die Weltmeisterschaft qualifizieren konnte, hat uns sehr traurig gestimmt.

Ferner waren bedauerlicherweise im Bereich der U19 Ruderinnen und Ruderer viele krank-heitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen, mit der Folge, dass nationale und unternationale Erfolge nicht in dem Umfang eingetreten sind, wie in den zurückliegenden Jahren.

Darüber hinaus konnten wir auch im U17-Bereich trotz teilweise hervorragender Kleinbootergebnisse die über viele Jahre anhaltende Achterdominanz im vergangenen Jahr nicht behaupten, so dass unsere Anstrengungen für die kommenden Jahre umso größer sein müssen.

Insgesamt nehmen wir aus dem vergangenen Jahr folgende Erkenntnisse mit:

Das Leistungsniveau steigt international, und die Länder mit hervorragender Nachwuchsarbeit nehmen stetig zu. Trainingsumfänge, Intensitäten, Mannschaftsbildung und Betreuungskonzepte sind immer wieder kritisch zu überprüfen und den sich verändernden Erfordernissen anzupassen.
Athletiktraining, Gesundheitsvorsorge und gute Ernährung sind wichtige Bausteine, um die erforderliche Leistung zum richtigen Zeitpunkt abrufen zu können.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Herausforderungen, die alle beteiligten Akteure, wie Trainer, Vorstände und Partner, gemeinsam zu lösen haben. Dies wären insbesondere:

Die infrastrukturelle Voraussetzung in Allermöhe deutlich zu verbessern, so dass die A Kader-Ruderer/innen dort ein leistungsgerechtes Training durchführen können und die gegenwärtige Belastung in verschiedenen Gebäudeteilen verringert werden kann.
Die Betreuung unserer erwachsenen Ruderer/innen, insbesondere im U23-Bereich durch gemeinsame Aktivitäten des Deutschen Ruderverbandes, des Landesruderverbandes und der Vereine in der Breite sicherzustellen.

Die weitere Überarbeitung und der Ausbau unseres Bootsparks im Bereich der Mittel- und Großboote zur Absicherung der Mannschaftsbildung in allen Kaderbereichen.
Der Ausbau der Talentsichtungsmaßnahmen und die Beteiligung am Prozess der Berufung der Partnerschulen des Nachwuchsleistungssportes im Sinne der Hamburger Ruderer.

Wir, der Hamburger Landesruderverband und sein Landestrainerteam, werden uns diesen Aufgaben mit ganzer Kraft stellen, um auch in Zukunft sowohl national wie international unseren Ruderern und Ruderinnen die besten Perspektiven bieten zu können.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich ganz besonders bei unseren Landestrainern

Bernd Nennhaus
Jan Suhrhoff
Nils Meyer

bedanken, die mit großartigem Engagement, sehr viel Herzblut und Verantwortung Ihre Arbeit über das ganze Jahr im Interesse aller Ruderer und Ruderinnen sowie der Hamburger Rudervereine durchgeführt haben.

Vor allem wünsche ich ganz besonders unserem in Dortmund schwer erkrankten Trainer Stephan Froehlke auf dem Wege der Genesung alles Gute. Stellvertretend für alle Hamburger Leistungssportlerinnen und –sportler sende ich die besten Wünsche.

Zu guter Letzt wünsche ich allen Ruderinnen und Ruderern sowie deren Trainer ein gesundes, erfolgreiches und gutes Wettkampfjahr 2019 und freue mich auf ein Wiedersehen im neuen Jahr.

Jan Eutert, im Februar 2019

Ergebnisse früherer Jahre haben wir rechts in der Rubrik "Erfolge 2008 - 2018" zusammengefasst.